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Was wir lernen, wenn wir alleine sind

und wie Unabhängigkeit unsere Beziehungen verbessert.

„Nur im Alleinsein können wir uns selber finden. Alleinsein ist nicht Einsamkeit, sie ist das größte Abenteuer!“
– Hermann Hesse

Zu Zeiten von Hermann Hesse war dieses Zitat noch etwas leichter zu verstehen. Heutzutage sind wir oft nur körperlich alleine. Durch digitale Kommunikation bleiben wir ständig in geistigem Kontakt. Der persönliche Kontakt ist dadurch nicht zu ersetzen. Den Zustand des Alleinseins erfahren wir dadurch jedoch auch nicht. Im Grunde ist dies der perfekte Ausgangspunkt.

Durch diese neue Art der Verbundenheit können wir Einsamkeit vermeiden und uns bewusst für das Alleinsein entscheiden, wenn wir es denn schaffen.

Wer nicht alleine sein kann, ist abhängig von anderen Menschen. Das eigene Wohlbefinden liegt dann in den Händen anderer. Dieser Zustand ist schlecht für beide Parteien. Ganz zu schweigen von den negativen Auswirkungen auf die Beziehung dieser Personen. Jeder ist in erster Linie für sein eigenes Glück verantwortlich. Diese Verantwortung sollte nicht auf andere Personen übertragen werden.

Wir sollten lernen, unsere eigene Gesellschaft mehr zu schätzen. Erst dann können wir auch die Gesellschaft anderer wirklich schätzen. Alternativ verbringen wir die Zeit bald nicht mehr mit Menschen, die wir mögen. Vielmehr sind dies dann Menschen, die wir brauchen um nicht einsam zu sein.

Wenn wir uns entschließen alleine zu sein, verändert sich unsere Wahrnehmung. Anstatt auf neue Impulse zu achten, richtet sie sich auf eigene Empfindungen. Die geschieht selbst dann, wenn wir uns mit unserer Umgebung oder anderen Aufgaben beschäftigen. Wir können uns alleine besser konzentrieren. Das liegt daran, dass kein Impuls von außen unseren Gedankenstrom unterbricht. Unser Fokus wird schärfer und ermöglicht uns tiefere Versenkung in Gedankenkonstrukte.

„Allein sein zu müssen, ist schwer. Allein sein zu können, ist schön.“

– Rabindranath Thakur

Unsere Identität wird zu großen Teilen von anderen Menschen gestaltet. In der Auseinandersetzung erhalten wir einen zweiten Eindruck unseres Verhaltens. Wenn dieser ausbleibt, können wir uns ein eigenes Bild unserer Selbst machen.

Wir sind als Menschen soziale Lebewesen. Dennoch können und sollten wir lernen emotional selbständig zu sein. Wir benötigen keinen anderen Menschen, um uns vollständig zu fühlen. Erst, wenn wir diesen Zustand erreicht haben, sind wir frei. Nun können wir auch gesunde Beziehungen zu anderen Menschen eingehen.

In Beziehungen ist diese Fähigkeit essenziell. Eine gesunde Beziehung ist nur dann möglich, wenn beide Partner auch alleine sein können. Emotionale Unabhängigkeit macht ein ausgeglichenes Zusammenleben erst möglich. 

Wir sind auch in Beziehungen selbst für unser Glück verantwortlich. Wenn diese Verantwortung auf den Partner übertragen wird, führt dies zu Spannungen. Es bringt die Beziehung in ein Ungleichgewicht. Eine Partnerschaft soll unser Leben bereichern. Sie ist nicht dafür zuständig, dass wir glücklich, befriedigt und unterhalten bleiben.

Einsamkeit hingegen ist schlecht für uns. Einsame Menschen sind weniger glücklich. Sie sind weniger körperlich gesund und haben eine kürzere Lebenserwartung.

Essenz: Wer nicht alleine sein kann, ist abhängig von anderen Menschen. Jeder ist in erster Linie für sein eigenes Glück verantwortlich. Diese Verantwortung auf jemanden zu übertragen, belastet die Beziehung zu dieser Person. Wir müssen stattdessen lernen emotional unabhängig zu sein.

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